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Konzert-Review: Iced Earth in Köln (08. Oktober 2007)

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Zunächst einmal war es reichlich dämlich, dass beim Vorverkauf angekündigt worden war, dass Dark Tranquillity als Vorband zu Iced Earth auftreten. Später war davon nirgendwo mehr die Rede, dafür wurden dann Annihilator und Turisas als Vorbands angekündigt. Toll, wenn man Turisas zum x-ten Mal in den vergangenen Jahren sieht und man so das Kampf-Gejodel der rot lackierten Finnen schon vorwärts wie rückwärts auswendig kennt. Aber das war nicht weiter schlimm, hatte man doch auch unterschiedliche Startzeiten angegeben. Auf meinem Ticket stand, dass um 20 Uhr Einlass sei und die Veranstaltung um 21 Uhr beginnt. Im Web war das Ganze um eine Stunde vorgezogen zu finden, also Einlass 19 Uhr und Beginn 20 Uhr. Getoppt wurde der Flop nur noch von Annihilator, die ich persönlich super-langweilig fand, irgendwo in Richtung alte Metallica für Arme.

Schön, endlich letzte Pause vor Iced Earth, jetzt Butter bei die Fische. Aber leider konnten Iced Earth an diesem Abend auch nicht so recht überzeugen. Anfangs schien Tim Owens Ohrenschmerzen zu haben oder - teils verzweifelt - auf sein kleines Männchen im Ohr zu lauschen. Jedenfalls blieb eine Hand während der ersten paar Songs fast permanent am Ohr. Zwar legte sich das später, aber das machte den Gesang auch nicht besser, der streckenweise sehr mechanisch und abgelesen wirkte als wüsste Owens nicht, wo er wann einzusetzen hatte. Auch als Jon Schaffer ans Mikro trat, wurde es leider nicht besser, denn die Zuschauer wurden unter anderem mit zahlreichen fetten Rückkopplungen und matschigem Sound gequält. Ein paar Songs später verließ ich das Konzert, denn das war nicht mehr Iced Earth wie ich es kannte, sondern bestenfalls noch eine Iced Earth-Coverband.

Ich weiß nicht, ob die Performance der Band oder der Sound in der Live Music Hall  an dem Abend schlechter war, das Ergebnis war jedenfalls für mich den Ticketpreis und die Zeit nicht wert. Außerdem gehen mir Konzerte mit mehr als einer Vorband immer häufiger auf den Sack. Da wartet man noch länger als sonst schon auf den Haupt-Act und macht in der Zwischenzeit nur die Gastronomie der Location reich, weil man sich langweilt. Am Wochenende mag das ja vertretbar sein, aber unter der Woche muss man eben meist am nächsten Morgen früh raus. Für knapp 30 Euro je Ticket sollte man meiner Meinung nach auch mit einer Vorband auskommen können. Aber keine Ahnung, ob ich Iced Earth überhaupt noch einmal live eine Chance gebe. Vielleicht wäre eine Auflösung der Band  nach 2003 doch die bessere Alternative gewesen…


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