Archiv für August 2007

Link-Tipp: Wacken-Spacken

Dienstag, 07. August 2007

Auf der Site Wacken-Spacken wird einmal dokumentiert, was die Veranstalter des Wacken Open Air dieses Jahr so alles an Mist gebaut haben und was sie sich noch alles an Dreistigkeiten gegenüber Fans rausnehmen.

Der Nutzen: Nächstes Jahr wird niemand sagen können, dass bestimmte Probleme neu wären oder dass es keine andere Möglichkeit gab, obwohl es schon jetzt Unmengen an Verbesserungsvorschläge in diversen Foren inklusive dem Wacken-Forum gibt, die nicht die Welt kosten, sondern Peanuts und nur einen Funken Kundenfreundlichkeit bei den Veranstaltern.

Entweder man lernt endlich aus den Fehlern, nimmt Kritik an und ändert was, oder man geht den Weg des Dynamo-Festivals - in den verdienten Untergang.

Fan-Verarschung á la Wacken

Donnerstag, 02. August 2007

Wacken säuft mal wieder ab. Dadurch, dass es einige Tage vorher wohl ordentlich geschüttet hat, ist der Boden mal wieder aufgeweicht wie ein Schwamm, so dass die Schlammschlacht wieder vorprogrammiert ist. Das war schon Tage vorher bei den Webcam-Bildern vom Aufbau im Festival-Bereich zu sehen. Noch gestern früh gegen halb neun schrieb WackenKai auf der Homepage:

Liebe Metalheads,

die Anreise startet jetzt und die Sonne scheint dazu….

die Flächen trocknen gut ab und alles ist gut.

Irgendwie kam man sich da ja schon verarscht vor, denn wer die Bodenverhältnisse auf dem Acker von Wacken kennt, der weiß, dass knapp unter dem Gras noch jede Menge Wasser schlummert, das durch ein bisschen Sonne sicher nicht wegtrocknet, sondern durch den Anreiseverkehr eher den Boden zu einer einzigen Matschfläche machen wird. So kam es dann auch. Knapp drei Stunden später schreibt WackenKai dann:

Liebe Metalheads,
aufgrund der dramatisch schlechten Wettersituation bis Dienstagvormittag und der daraus resultierenden schlechten Bodenbeschaffenheit geben wir folgendes bekannt:

Wir müssen in diesem Jahr leider aufgrund höherer Gewalt strikt trennen zwischen Parken und Campen, da einige Wiesen mit dem Auto definitiv nicht befahrbar sind und wir die Ordnung und Sicherheit gewährleisten müssen.

Die Ordner werden Euch den Weg zur Camping Area weisen.

Wohnwagen, Camper, VW-Busse und die die in ihrem Auto schlafen wollen, bleiben natürlich an ihrem Fahrzeug.

Des weiteren müssen wir ein komplettes Fahrverbot auf dem gesamten Park-und Campinggelände aussprechen.

Öhm, wie war das noch gleich mit “Campen am Auto”? Klasse, macht sicher Spass, kistenweise Bier und Campingkram quer über den Wackener Sumpfacker zu schleppen. Das fanden offenbar auch zahlreiche Metalheads nicht lustig und beschwerten sich. Gegen halb drei schreibt dann WackenIngo:

Liebe Metalheads,

gemäß unseren Ankündigungen schreiben uns jetzt ganz „Schlaue“, das in unserem Festival ABC – ja aber steht, das wir Campen am Auto garantieren und auch Grünflächen.

Grünflächen haben wir auch weiterhin, jedoch sind diese aufgrund von höherer Gewalt zur Zeit nicht befahrbar, so dass man zur Zeit direkt am Auto nicht campen kann.

Also zunächst werden offenbar diejenigen, die sich beschweren, als Dummköpfe, Nörgler oder Querulanten beleidigt, denn nichts anderes bedeuten wohl die Anführungszeichen bei den Schlauen. Höhere Gewalt - als ob es das erste Mal wäre, dass das Gelände absäuft! Heißt also: Wir haben zwar Grünflächen, aber nur unter Wasser, und am Auto campen geht auch nicht. Kurzum, es handelt sich um Mängel, um die man sich als Veranstalter kümmern sollte, wenn man ein Leistungsversprechen gegeben hat und die Fans für jeden Furz abkassiert. Man könnte ja als kleine Entschädigung beispielsweise die Duschen kostenfrei anbieten, damit sich die von der Schlepperei verschwitzten Metalheads wenigstens erfrischen können. Aber auf so einfache kleine Gesten kommt man im Geldspeicher Büro der Wacken-Veranstalter wohl nicht. Ein fetter Sturm, stunden- oder tagelanger Platzregen oder ähnliches sind bei anderen Festivals höhere Gewalt. In Wacken reicht dafür ein bißchen Regen über ein paar Tage verteilt - lächerlich!

Der max. Weg ist 800 m über die Grünflächen. Ein Shuttleverkehr kann es nicht geben, da die Flächen Feld an Feld liegen, sowie würde man dann noch mehr kaputt fahren. Wir müssen die Flächen erstmal schonen und freihalten für Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge.

Ist ja hübsch, dass man wenigstens daran denkt, dass noch Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge aufs Gelände müssen, schließlich könnte bei der diesjährigen Kombination aus dem üblichen Matschacker (”Wackener Wattenmeer”), gnadenloser Überfüllung und Unmengen Alkohol ja wieder der eine oder andere Metaller ins Gras beißen. Nur nützt das den ganzen Metalheads nichts, die in dem Glauben angereist sind, am Auto campen zu können und oftmals bis unters Dach bepackt sind.

Heute morgen gab es dann auf der Wacken-Homepage ein paar warme Worte vom W:O:A Team nach dem Schema “1000 Dank” an alle, welche die üblich chaotische Situation in Wacken ohne Murren ertragen hatten. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Orga gewohnt chaotisch / überfordert und das Gelände genauso Scheisse ist wie all die Jahre zuvor. Apropos Scheisse, die Duschen und Klos sind teilweise nicht nutzbar, weil die Ver- und Entsorgungsfahrzeuge wohl trotz der Schlepperei der Metalheads doch nicht so einfach zu den Standorten der Container und Dixies kommen. Das ist angesichts der tonnenschweren Fahrzeuge, die in dem Schlamm ordentlich einsacken und dann nicht mehr wegkommen, nun wirklich kein Wunder.

Wenigstens hat man auf dem Festivalgelände großzügig Stroh und ähnliches Material verteilt, so dass man dort halbwegs normal gehen kann. Sollte es allerdings erneut regnen, dürfte auch das sehr bald im Schlamm verschwinden.

Was für ein Glück, dass es für mich das letzte Mal Wacken ist. Nächstes Jahr wird es dann heißen: “Nach Wacken? - Geh kacken!”

Die kriegen es einfach nicht anständig hin, obwohl sie Jahr für Jahr die Fans immer mehr von vorne bis hinten abzocken. Da hilft halt nur eine Abstimmung mit den Füßen, zum Beispiel zum MetalCamp oder zum SummerBreeze.

Spruch des Tages

Mittwoch, 01. August 2007

Das Wacken Open Air ist doch nur noch ein großer Haufen Kommerz-Scheisse, um den sich Jahr für Jahr immer mehr Fliegen tummeln.

Explodierende Shirt-Preise bei Black Flirt

Mittwoch, 01. August 2007

Die Gören von Black Flirt sind immer wieder für eine Lachnummer gut. Sei es, dass sie ihre Benutzer zu Klickbetrug oder Spam auffordern, oder ihre Benutzer samt Daten an Oberberg Online verticken, nachdem der Klickbetrug zu Lasten von Sponsor-Ads aufgeflogen war, nun gibt es eine neue Aktion. Und zwar verlosen die Kinder 6 T-Shirts mit Logo und Nicknamen darauf:

Black-Flirt T-Shirts Verarschung

Nun gut, das häßliche Logo auf der Vorderseite scheint halb unter dem Arm zu sitzen und der Nickname auf der Rückseite sitzt offenbar auch schief. Am besten ist aber die Angabe, dass die Shirts angeblich jeweils einen Wert von 25,00 Euro hätten. Man kann sich in jedem beliebigen Copy-Shop mittels Flocktechnik für 12,00 Euro solche Shirts mit einfarbigem Schriftzug bis DIN A3 als einzelnes Exemplar oder Kleinauflage drucken lassen. In größeren Stückzahlen (ab 10 Exemplare) liegt man bei lächerlichen 8-10 Euro kosten. Wer größere Mengen im Siebdruck-Verfahren fertigen läßt, senkt die Kosten pro Exemplar auf 4-6 Euro, wobei der Nickname aber wohl weiter aufgeflockt wird, was aber kostentechnisch kaum ins Gewicht fallen dürfte angesichts der lächerlich kleinen Fläche.

Im Übrigen dürfte der “Wert” für die Benutzer noch geringer sein, denn letztlich handelt es sich nicht um einen Gewinn, sondern um ein Werbemittel für Black Flirt. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass diese Leutchen die Benutzer verarschen. Zum Beispiel mit ihrer Linkspam-Hurerei mittels so genannter Todessterne, angepassten Links zur Benutzerabwerbung von anderen Sites, mit denen die Benutzer für Black-Flirt rechtlich durchaus riskanten Linkspam betreiben. Damit bekam Black-Flirt Backlinks und neue Benutzer, während die Werber im Zweifelsfall die Abmahnung wegen Werbung für Konkurrenzsites kassiert hätten. Gleiches gilt für den Kettenbrief, der als delegierter Spam bezeichnet werden kann und seit einiger Zeit mit kindischen Bärchen-Motiven daherkommt, zu deren Veröffentlichung man sehr wahrscheinlich nicht die notwendigen Nutzungsrechte oder eine Lizenz besitzt. Unter dem Strich ist das aber auch alles nur Benutzerverarschung und Werbung für Black Flirt.

Schön blöd, wer da noch mitmacht.


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