Archiv für Mai 2007

Neu: Festival-Reviews.de / Verlosung

Sonntag, 27. Mai 2007

Sicher kennst Du das auch: Du warst auf einem geilen Metal-Festival und willst anderen davon berichten, damit im nächsten Jahr noch mehr Leute hinkommen. Oder eines der großen Festivals war jenseits des Billings vielleicht der letzte Mist und Du willst das loswerden. In den Foren der Festival-Websites geht es meist drunter und drüber. Außerdem gibt es bei fast jedem Festival eine “Fan-Kurve”, die kritische Ansichten schnell zerpflückt und so einen konstruktiven Dialog erschwert.

Deshalb gibt es jetzt Festival-Reviews.de. Dort kannst Du eigene Reviews zu den von Dir besuchten Festival schreiben, Bilder in eine Galerie hochladen und einbinden sowie in einem angebundenen Forum mit anderen Festivalbesuchern diskutieren.

Alle, die sich bis zum 01.06.2007 bei Festival-Reviews.de anmelden und ein Review über das Rock Hard Festival 2007 schreiben, nehmen automatisch an einer Verlosung teil.

Jetzt kostenlos anmelden und ausprobieren!

Update zu scheisshiphop.de und scheissrock.de

Sonntag, 27. Mai 2007

Wie bereits berichtet, dienten die beiden Sites scheisshiphop.de und scheissrock.de lediglich dem gleichen Typen, auf den beide Domains registriert sind, als Möglichkeit zur Abzocke des Werbevermarkters Layer-Ads und dessen Kunden. Nach meinem Hinweis, dass der “Webmaster” mit seiner Aufforderung zu erneuten Besuchen gegen die AGB von Layer-Ads verstößt und sein Treiben mit Klickbetrug vergleichbar ist, hat es sich nun ausgelayert. Layer-Ads dürfte den Account also deaktiviert haben und zahlt hoffentlich keinen Cent aus.

Vielleicht wäre es besser gewesen, der Typ hätte es bei HipHoppern als Zielgruppe belassen. Die wären ihm wohl nie auf die Schliche gekommen oder hätten DENIC für eine Geschlechtskrankheit gehalten :mrgreen:

Merke:
Verarsche besser nie Metaller,
das endet mit einem bösen Knaller.

Scheisshiphop.de = Scheissrock.de = Verarsche

Mittwoch, 23. Mai 2007

Hach ja, was ist das lustig: ein angeblicher “Fight” von Metallern / Rockern gegen HipHopper auf www.scheisshiphop.de (nicht anklicken / aufrufen!):

Mit dieser Page will ich den ganzen Hip-Hoppern da draußen zeigen, das wir Rocker einfach mehr drauf haben, und zusammenhalten! Deshalb fordere ich euch Hip-Hopper heraus, und wette, dass ihr es NICHT schafft vor uns 1.000.000 Besucher auf eine Page zu bekommen!

Also Ihr Rocker, hier in Deutschland, haut rein.

Schickt diese Page weiter und zeigt’s den Hip-Hoppern!

Gerade das sollte man nicht tun. Es sei denn, man will belegen, dass Rocker und Metaller noch scheissblöder als HipHopper sind. Denn jeder Besucher von Scheisshiphop.de und Scheissrock.de bekommt einen Layer-Ad - ein aufpoppendes Werbefenster, das Popup-Blocker nicht blocken können - zu sehen. Bezahlt werden solche Layer-Ads nach der Häufigkeit der Anzeige. Sobald man das Werbefenster wegklickt, klingelt es bei dem angeblichen Metaller in der Kasse, denn das werten die Betreiber des Werbe-Netzwerks als Beleg für die Anzeige des Werbefensters.

Layer-Ads zahlt pro Tausend Einblendungen der Werbefenster 4,00 Euro. Wenn man annimmt, dass am Ende einige Leute unter den HipHoppern und Metallern vielleicht echt so dumm sind und nicht bei der DENIC nachgucken, dass die Domains www.scheissrock.de und www.scheisshiphop.de auf den gleichen Typen, Stefan D. aus Steinach, registriert sind, dann kämen beispielsweise bei 1,5 Millionen Seitenaufrufen bis zum Ende des Pseudo-Wettkampfs unter dem Strich 6.000 Euro für Stefan D. dabei raus, welche er für die Werbung kassiert. Und die angeblichen 3 Stunden Reloadsperre des Counters sind in Wahrheit die IP-Sperre von Layer-Ads, d.h. Einblendungen bei Benutzern mit der gleichen IP werden 3 Stunden lang nicht gewertet. So verkauft er Rocker, Metaller und Hiphopper gleichermaßen für dumm und das ist etwas, dass mag ich überhaupt nicht, noch weniger als HipHopper! Das ist die billige Ausnutzung kultureller Animositäten für kommerzielle Zwecke und eine Total- Verarschung. Deshalb:

Boykottiert www.scheissrock.de und www.scheisshiphop.de! Besucht also diese Verarschungen kein einziges Mal! Sonst seid Ihr noch dümmer als Metaller und HipHopper sich gegenseitig betrachten!

Schlimm genug, dass bisher schon 22.397 HipHopper (66,00 Euro) und 46.703 Rocker / Metaller (188,00 Euro) auf diesen Scheissdreck hereingefallen sind. Also Metalheads, lasst die depperten HipHopper aufholen und meidet den Müll, sonst stehen die Metaller am Ende echt noch wie die letzten Vollidioten da.

Da will sich ein windiger Betrüger und PISA-Versager, der nicht einmal das und dass auseinanderhalten kann, zwei Domains und seine 5 Zeilen HTML vergolden lassen. Das sollte man sich als intelligenter Metaller nun wirklich nicht bieten lassen.

PS: Wer sich die Sites dennoch einmal anschauen will, sollte entweder einfach JavaScript im Browser deaktiveren oder das Werbefenster nur zur Seite schieben, aber nicht anklicken / schliessen.

“Mensch, Atze,…”

Samstag, 12. Mai 2007

…jetzt beruhig Dich doch erstmal”, hätte Murat, Atze Schröders türkischer Azubi in der Serie “Alles Atze” da gesagt. Was ist passiert? Atze Schröder verklagt Verlage und die Wikipedia, weil sie seinen bürgerlichen Namen hinter der Kunstfigur nannten. Blogger werden von seinen Anwälten unter Druck gesetzt, wenn sie seinen Namen nennen oder auf entsprechende Blog-Einträge verweisen. Für einen Comedian ist sowas ein ziemlich verkrampftes Verhalten. Atze Schröders richtiger Name wurde inzwischen mindestens so oft in zahlreichen Blogs und Foren genannt wie auf ein Foto von ihm ohne Brille und Perücke verlinkt wurde. In der englischen Version der Wikipedia steht Atze Schröders bürgerlicher Name ebenso drin wie bei IMDb, wo man auch nachlesen kann, dass er zusammen mit Thomas Herrmanns und Michael Mittermaier Mitbesitzer des Quatsch Comedy Clubs ist. Auch kann man beim Deutschen Marken- und Patentamt (DPMA) recht einfach nach Atze Schröder als Wortmarke suchen und bekommt dort ebenfalls den richtigen Namen samt Emsdetten als Wohnort. Also, Atze, was soll der Scheiss? Durch die Klagen und anderen Aktionen gegen Forenbetreiber und Blogger steigt nämlich gerade erst das Interesse der Öffentlichkeit und beliebt macht man sich, insbesondere als Comedian, mit einer solch völlig humorlosen Aktion nun auch nicht gerade. Das Gästebuch auf Atze Schröders Website - der übliche Flash-Mist, den Agenturen Künstlern gerne andrehen - quillt derzeit von Unmuts- und Boykott-Bekundungen nur so über. Ich würde so etwas schlichtweg als einen PR-GAU bezeichnen. Wie rettet man die Situation jetzt noch? Ganz einfach, mit Krisen-PR! Zum Beispiel so (Atze-Wortlaut simuliert):

Also, Atze, altes Haus, nun sperr mal die Lauschlappen ganz weit auf: Du bist Künstler. Nicht nur auf Deiner Biene, die Dich für Deine Künste anbetet, sondern auch für ein paar Millionen Leute, deren Wohnzimmer Du mehr oder weniger häufig verschönerst, indem Du Dein gottgleiches Antlitz über die Kameras von RTL auf die Mattscheiben des Landes zauberst. Kaum ein halbwegs intelligenter Mensch wird annehmen, dass Du auch real so bist wie in Deiner Serie und bei Deinen Live-Auftritten oder auch nur real Atze Schröder heißt. Du bist nicht mehr der Jüngste und Deinen Namen hast Du Dir nicht ausgesucht damals, als der junge Lockenfrosch dieser Welt geschenkt wurde, um später Karriere im Show-Geschäft zu machen. Kurzum, viele Leute Deines Alters haben altbacken klingende oder komische Namen. Das wird den ganzen Leons (Seat?), Ravens und Käse-Mathilden Schlagmichtot später auch nicht anders gehen. Also beschwer Dich nicht, jeder hat sein Kreuz zu tragen. Die einzigen Namen, die manche nicht in den Mund nehmen, sind die von ihren religiösen Göttern oder von Satan.

Jetzt checkst Du durch einen geschmeidigen Griff in den Schritt erst einmal den perfekten Sitz der Familien-Erbstücke und dann geht’s in die Offensive. Zeig den Leuten, wo der Frosch seine Locken hat, indem Du erst einmal Deine Rechtsverdreher wieder an die Leine legst. Damit die weitere Aufregung und die Spekulationen ein Ende nehmen, rufst Du fix bei Deinem Stammsender RTL oder bei der BILD an und machst ihnen ein Angebot für ein Special oder eine Homestory. Titel: Atze privat. Oder so. Die 30-45 Minuten bei RTL oder die Seite in der BILD läßt Du Dir ordentlich vergolden und plauderst ein bisschen über Deinen Namen, Dein Leben, zeigst ein paar Kinder-Bilder von Dir und machst eine nette Show für die Zuschauer oder Leser. Ein Geheimnis, das über die Massenmedien in die Welt gebrüllt wird, ist kein Geheimnis mehr und so verliert das Thema auch im Internet an Interesse. Alle Wogen geglättet, wie immer top-souverän, 25° C im Schatten und die Locken sitzen. Voll Atze eben.

Damit die Nörgler im Internet auch endlich ihre Ruhe geben, veröffentlichst Du ein knappes Statement auf Deiner Website von wegen Privatsphäre, Stalker, Einbrecher wie bei Dieter Bohlen, Schutz der Familie etc. und fügst noch ein “Sorry” hinzu. Mit der Kohle von RTL oder BILD kannst Du denen jetzt sogar noch zeigen, dass Atze nicht nur im Beckenbereich seiner Biene der Größte ist, sondern auch in der Brust. Äh, also, in Deiner jetzt. Du weißt schon: Häääääääääärrrz! Deshalb läßt Du bei den von Deinen Anwälten bereits verschickten Abmahnungen die Gebühren Gebühren sein und schickst den Empfängern stattdessen eine längere Version des Textes von Deiner Website. Das nennt sich Entschuldigung. Da packst Du noch eine Autogrammkarte oder eine signierte CD/DVD vom geilsten Lockenkopf des Ruhrpotts dazu, dann haben auch die Dich wieder lieb. Alles klar bis hierhin? Gut.

Jetzt kommt der letzte Akt… Nun lass doch die Biene mal in Ruhe…. Also: Jetzt mußt Du noch die Fan- Massen wieder besänftigen. Weil die nicht alle weiblich sind und auch nicht alle Dein Typ, läßt Du Dir etwas anderes einfallen als sonst: Du lockst die Leute an, indem Du etwas verlost. Beispielsweise Tickets für eine der nächsten Shows, vielleicht mit Backstage- Option, oder signierte CDs / DVDs, von denen Du möglicherweise noch ein paar übrig hast von der Aktion für die Abgemahnten. Nichts lockt die Leue besser an als die Aussicht auf Gewinne - guck Dir nur die Lotto-Junkies an, Woche für Woche. Dann kommen auch die selbst ernannten Ex-Fans wieder zurück und jubeln Dir zu.

Wenn die Leute trotz dieser Aktionen noch immer nicht Ruhe geben sollten, schlag sie mit ihren eigenen Waffen: Eröffne ein Blog, ein Tagebuch im Internet. Nein, nicht über die Tage Deiner Biene, sondern mit kurzen Berichten und evtl. Mini-Clips von Auftritten sowie ein paar Atze- Statements zu solchem Unfug wie dem Valentinstag oder dem Weltfrauentag. Oder Du beruhigst zuerst die Tierschützer unter Deinen Zuschauern damit, dass für Deine Perücke nicht erst vor jedem Auftritt ein Pudel mit Deinem Porsche überfahren und betoniert werden muss. Tapetenkleister oder Soßenbinder sowie eine handelsübliche Perücke reichen da ja vollkommen aus für das erotischste Locken-Styling diesseits und jenseits des Ruhrgebiets. Das Blog mußt Du nicht einmal selbst füllen, eine Praktikantin von Deinem Management oder RTL langt da vollauf. Du nickst den Kram einfach nur ab. Dann haben die Leute das Gefühl, Du seist einer der ihren geworden und spätestens jetzt ist Ruhe im rappelnden Vibrator-Karton - alles Atze eben. Auf das Blog kommt noch Werbung drauf und schon gibt es bald den lange ersehnten Zweit-Porsche für Biene. Genital, oder?

Disclaimer: Obiger Text ist eine Glosse. Wer sie ernst nimmt, wird dadurch bestraft, dass er seinen Kopf selbsttätig mindestens 10 Mal gegen die Wand oder auf den Schreibtisch schlagen muss.

Kacken in Wacken

Samstag, 12. Mai 2007

Jeder, der schon einmal in Wacken war, wird die dortigen Zustände kennen, insbesondere auch in Sachen gepflegter Bierschiss: Die Spültoiletten sind oft genug - je nach Zelt-Standort - entweder weit weg oder aber die Schlangen davor deuten darauf hin, dass man sich 15-30 Minuten vorher anstellen sollte. Als Alternative gibt es die Dixi-Klos, allerdings ist der hygienische Zustand dieser Dinger oftmals trotz täglicher Reinigung erbärmlich - vom üblichen Gestank der im Dixi gelagerten Kacke-Berge einmal ganz abgesehen. Ohne Sagrotan-Tücher vorher geht da nix, sofern nicht eh alles vollgeschissen ist.

Jetzt kam die Wacken-Orga auf die geistreiche Idee, dass man sich für 120 Euro vom 1.-5. August ein eigenes Dixi mieten kann, das mit einem Schloss versperrt wird, zu dem nur der /die Mieter einen Schlüssel hat / haben. Es stellt sich die Frage, wie dies umgesetzt wird. Gibt es einzelne Dixis, die in der Nähe des Zeltes aufgestellt werden? Oder bekommt man ein einzelnes Dixi auf einem der üblichen 4er- oder 6er-Blöcke? Und gibt es im Gegenzug generell mehr Dixies dieses Jahr oder gehen die gemieteten Dixies von der Gesamtzahl für alle Besucher ab? Fragen, auf die es leider auf der Wacken- Homepage keinerlei Infos gibt. Allerdings habe ich meine Zweifel, dass mit dieser Aktion eine Verbesserung der sanitären Zustände für die Massen einhergehen wird.

Es passt hervorragend zum W:O:A, dass man dort inzwischen sogar noch wortwörtlich aus Scheisse Geld machen will.


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: