Archiv für April 2007

Full Metal Village = Full Metal Werbung?

Mittwoch, 18. April 2007

In letzter Zeit wird auf diversen Metal-Websites, vor allem auf der Wacken-Homepage, der so genannte “Heimatfilm” Full Metal Village gehyped. Angeblich soll dieser Doku-Streifen was erzählen von der Begegnung verschiedener Kulturen und ähnlichem Gesülze. Schön, dieses Filmchen hat zwar den 28. Max Ophüls-Preis bekommen, über den sich vor allem die Redakteurin Sung-Hyung Cho wie ein kleines Kind freuen dürfte, aber wer sich mal den Trailer anschaut, bekommt schlichtweg das Schnarchen: ein paar Schnappschüsse vom ländlichen Schleswig-Holstein, Kühe auf den Wackener Kuhwiesen, Bauern- und Rentner- Gebrabbel und natürlich massig Szenen vom Wacken Open-Air. Man könnte natürlich auch schlicht denken, dass der Film in weiten Teilen nichts weiter ist als ein billiger Werbefilm für das WOA-Festival. Und welche Kulturen sollen sich da schon begegnen? Eine laute Subkultur und die typisch deutschen Spießer, die es mittlerweile verstanden haben, diese Subkultur ebenso zu melken wie den Rest des Jahres ihre Rindviecher. Was stehen sie doch alle pünktlich zum WOA mit ihren Tischen, Pavillons, belegten Brötchen und Bierkisten vor ihren Häusern rum in der Hoffnung, dass die Metalheads ihnen ihren billigen Plunder vergolden. Kurzum, Wacken ist inzwischen nur noch die Begegnung von Heavy Metal und grenzenlosem Kommerz.

Aber solange immer noch genügend hörige Kommerznutten in Wacken ihre Zelte aufschlagen, wird das Festival immer mehr zu einer seelenlosen Veranstaltung á la Love Parade. Wenigstens die Bauern aus Wacken sind realistisch und konsequent: das ganze Jahr über melken sie ihr Vieh, zum Festival melken sie das langhaarige Zahlvieh, das teils vollkommen realitätsresistent bis heute an das “von Fans für Fans”-Geschwafel der Veranstalter glaubt, die noch immer vom Kultfaktor der ersten Jahren zehren.

Wer für einen Werbefilm ins Kino gehen will, kann das natürlich gerne tun. Denn auch unter Metalfans muss es ja Deppen geben, oder?

Heavy Metal, der unter die Haut geht

Donnerstag, 12. April 2007

OhMiBod, iPod-VibratorEs gibt nun ein spezielles iPod- Accessoire für Frauen, also auch für Metallerinnen: OhMiBod, der iPod- Vibrator. Der OhMiBod vibriert abhängig von Rhytmus und Intensität der gehörten Musik. Zusätzlich kann über den Lautstärkeregler die Intensität der Vibration gesteuert werden. Im Shop des Herstellers gibt es auch gleich noch Batterien, Gleitmittel, Reinigungsmittel und das gleiche Teil in einer Ausführung fürs Handy.

Da bekommt Plug & Play eine ganz neue Bedeutung :lol:

PS: Mein Musik-Tipp für die Benutzerinnen: Eisregen - 1000 tote Nutten :mrgreen:

Spruch des Tages

Sonntag, 01. April 2007

In Sachen Kommerz ist Wacken doch auch kaum noch was anderes als die Love Parade oder The Dome. Nur die Musik ist besser.

Neuseeland erforscht Heavy Metal-Fans

Sonntag, 01. April 2007

In Neuseeland erhielt Student Dave Snell von der Regierung ein Stipendium in Höhe von  50.000 Euro zur Erforschung des Lebensstils von Heavy Metal-Fans. In den nächsten 3 Jahren wird Snell unter dem Titel “Alltag des Prolls: Persönlichkeit und Gemeinschaft unter Heavy Metal-Fans” die Eigenheiten in der Heavy Metal-Szene studieren, darunter auch Headbanging, das Luftgitarren-Spiel sowie Tattos und Piercings als identitätsstiftende Merkmale:

Erstes Subjekt von Snells Forschung ist dabei er selbst: “Der Prototyp des Prolls trägt enge schwarze Jeans, ein Metallica-T-Shirt, den Fransenhaarschnitt der 80er Jahre und kennzeichnet sich aus durch seine Liebe zu Bier und Autos. Ich bin sehr stolz darauf, mich einen Proll nennen zu können.” 

Sorry, aber Metallica-Shirt und Fransenhaarschnitt? Sowas mag durchaus das sein, was Dave Snell als Proll bezeichnet, aber sicher kein Heavy Metal-Fan. Ganz zu schweigen davon, dass die Bezeichnung Proll in unseren Breitengraden meist dumme oder primitive Menschen meint, Metal-Fans jedoch laut diverser Studien trotz möglicherweise primitiv und aggressiv anmutender Musik eher zu den intelligenteren Exemplaren der Spezies Mensch auf dem Erdball gehören.

Meine Vermutung: Bei der Beantragung dieser Studie wird wohl eher das Stipendium im Mittelpunkt gestanden haben als Heavy Metal.

Grim Brother - Die Metal-WG

Sonntag, 01. April 2007

Wer es noch nicht kennen sollten: Grim Brother - Die Metal-WG. Weitgehend hirnfreie Videos, die ein paar Klischees über Metaller bedienen, aber vielleicht angesoffen recht lustig sein könnten.


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