Black-Flirt.de offline
Da ist man mal ein paar Tage nicht häufig am Rechner, weil man noch andere Dinge zu tun hat, da gibt es schon wieder Neuigkeiten, die einen zum Schmunzeln bringen. Beispielsweise die Neuigkeit, dass Black-Flirt.de offline ist. Auf der Startseite findet man folgenden Text:
Was bedeutet wohl der plötzliche Anstieg des Traffics? Im Allgemeinen deutet so etwas daraufhin, dass entweder Bots versuchen Daten zu sammeln oder aber vielleicht ein paar Script-Kiddies versuchen mittels Brute Force-Attacken automatisiert ein paar Accounts zu knacken. Wenn man seine Anwendung angemessen auf solche Situationen vorbereitet und daher Logging- und Abwehr-Mechanismen implementiert hat, ist sowas kein Problem. Wer sich aber mal den Quellcode bei Black-Flirt - auch auf der “Pausenseite” - mit den zeilenlangen CSS-Anweisungen direkt an den HTML-Elementen angesehen hat, der wird seine Zweifel haben, ob solche Mechanismen eingebunden wurden. Ist man doch offenbar noch nicht einmal in der Lage ein paar Zeilen JavaScript selbst zu schreiben, beispielsweise für diese kleinen Bild-Popups, die auf einer Bibliothek für Tooltips von Walter Zorn basieren. Aber immerhin die Einbindung dieser Spielerei ist diesen Schülern gelungen, von denen sich einer in grandioser Selbstüberschätzung als erfahrener Designer und Programmierer bezeichnet
Weiter stellt sich die Frage, welcher Sponsor die Kinder nicht mehr unterstützen konnte und wollte. Ob es sich dabei um das Werbenetzwerk Sponsor-Ads handelt, dessen Banner bei Black-Flirt.de eingebunden waren? Immerhin zahlt dieses Netzwerk für 1.000 Klicks auf Standard-Banner (468×60 Pixel) 100 Euro, was einem Klickpreis von 10 Cent entspricht. Kein Wunder also, dass die Betreiber von Black-Flirt ihre Mitglieder dazu aufforderten, täglich mindestens ein Mal auf eines der Banner zu klicken. Wenn sich von den 3.000-4.000 Mitgliedern schon nur ein Bruchteil zur Mitwirkung am Klickbetrug überreden ließ, wurden auf diesem Wege sicherlich täglich oder zumindest alle paar Tage jeweils 1.000 Klicks erzielt und so das Taschengeld der Betreiber um je 100 Euro aufgebessert. Selbst wenn man nur von 100 betrügerischen Klicks am Tag ausgeht, kamen so alleine um die 300 Euro / Monat rein. Der Webspace sollte hingegen nicht mehr als 10-30 Euro im Monat gekostet haben. Ich gehe jedoch von einer höheren Klickzahl aus. Da haben sich die Mitglieder dann schön als dummes Klickvieh mißbrauchen lassen. Aber wie schrieben doch die Betreiber selbst: “Geld ist nicht alles im Leben…”
Welches ominöse “Internetunternehmen” nun in die Bresche springt, dürfte abzuwarten sein. Vielleicht ist es ja zufällig eine gewisse Dreamzone Studios GbR, die bisher im Impressum von Black-Flirt.de mit dem Zusatz i.G (= in Gründung) versehen war und offenbar in einem Postfach residiert
Sollte es sich um eine andere Firma handeln, so sollte man sich dort einmal fragen, ob es sinnvoll ist mit Klickbetrügern zu kooperieren, die einerseits ihre Mitglieder belügen (Zitat: “Geld ist nicht alles im Leben…”) und andererseits möglicherweise auch noch Rechte Dritter verletzen, Stichwort blackflirt.de
Es bleibt spannend…


